Fördermöglichkeiten

Oft wird uns die Frage nach Fördermöglichkeiten für Fort- und Weiterbildungen gestellt. Daher haben wir hier die wichtigsten Informationen zusammengefasst. Generell fördern Bund und Länder oft durch individuelle Programme. Es lohnt sich daher über unsere Liste hinaus zu prüfen, was Ihr Bundesland noch anbietet.

Arten der Fördermöglichkeiten:

Die Agentur für Arbeit und das Jobcenter können den Prozess der Arbeitssuche und Integration durch individuelle Förderung in Form von z.B. Bewerbungscoachings, Fort- und Weiterbildungen und andere Maßnahmen, die der beruflichen Integration dienen, unterstützen. Hierfür gibt es die Möglichkeit einen Bildungsgutschein zu beantragen. Welcher bei AZAV-zertifizierten Maßnahmen eingesetzt werden kann. Grundvoraussetzung hierfür ist, dass der Antragsteller derzeit arbeitssuchend gemeldet ist. Ausnahmen hiervon finden Sie im Qualifizierungschancengesetz.

Über den Bildungsgutschein sind in der Regel sämtliche Seminargebühren und sonstige Aufwendungen (z.B. Fahrtkosten) erstattungsfähig. Fragen Sie am besten Ihren zuständigen Mitarbeiter der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters nach den Voraussetzungen und Möglichkeiten einer Förderung.

Die Regelungen zur Bildungsprämie gibt es schon länger und wurde zuletzt 2017 angepasst (gültig bis Ende 2020). Es handelt sich um ein staatliches Förderinstrument für Menschen mit geringem Einkommen. Eine Altersgrenze gibt es seit der Neuregelung nicht mehr und auch die maximalen Weiterbildungskosten von 1000,00 € wurden in den meisten Bundesländern abgeschafft (nicht in allen).


Voraussetzungen:

Mindestens 15 Stunden / Woche erwerbstätig

Zu versteuerndes Einkommen von maximal 20.000 € bzw. 40.000 € bei gemeinsamer Veranlagung

Jährliche Ausgabe möglich

Mehr Informationen unter:

https://www.bildungspraemie.info/

Vorabcheck unter:

https://www.bildungspraemie.info/de/vorab-check-23.php

Innerhalb einer Transfergesellschaft besteht seit der Gesetzesanpassung zum 01.08.2016 ebenfalls die Möglichkeit einer Förderung für Fort- und Weiterbildungen. Grundlage dafür schafft das SGB III. Wichtig in diesem Zusammenhang ist jedoch, dass der Träger eine entsprechende Trägerzulassung hat und die Maßnahme zertifiziert ist.

Auch die deutsche Rentenversicherung bietet seit einiger Zeit die Möglichkeit an, innerhalb von z.B. Reha Maßnahmen Weiterbildungen in Anspruch zu nehmen. Da hier jedoch die Fördermöglichkeiten der einzelnen DRV-Bezirke und der DRV-Bund weit auseinander gehen sollten Sie sich hier direkt an Ihre zuständige DRV-Stelle wenden.

Eine weitere Möglichkeit der Förderung (allerdings nur in Hamburg) ist der Weiterbildungsbonus. Zielgruppe sind ähnlich wie bei der Bildungsprämie sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (mindestens 15 Stunden /Woche), die mehr als 450€ monatlich verdienen und in KMU bis 249 Mitarbeiter*innen arbeiten oder selbständig sind.

Die Förderhöhe beträgt bis zu 50% der Weiterbildungskosten, maximal 750 € oder bis zu 75% der Weiterbildungskosten, maximal 1.125 € bei Existenzgründern mit einer Bewilligung eines Zuschusses der Agentur für Arbeit.

Die Weiterbildung selbst muss einen Wert über 250 € haben.

 

Mehr Informationen finden Sie auch unter:

https://www.weiterbildungsbonus.net/

Ebenfalls indirekt ist bei Selbstzahlung einer Fort- oder Weiterbildung das Steuerersparnis beim Jahresausgleich. So lassen sich zum Beispiel mit den Ausgaben für ein Seminar oder ein Lehrgang Steuern sparen. Neben den reinen Seminargebühren erkennt das Finanzamt aber auch Kosten für Unterlagen, Fahrten, Internetnutzung, sowie Kopien an. Das gleiche gilt auch für Kreditzinsen/-gebühren. Wichtig ist es alle Belege und Rechnungen zum Thema aufzubewahren. Sollten Sie Ihre Steuer nicht selbst machen, berät Sie mit Sicherheit auch Ihr Steuerberater zu den Möglichkeiten.

Eher selten aber dennoch immer wieder zu finden sind Stipendien. Weiterbildungs-Stipendien sind tatsächlich selten zu finden und knüpfen meist an Bedingungen. Hierbei gilt es abzuwägen ob es Sinn macht oder nicht. Die a-Scio Bildungsgesellschaft bietet für das Jahr 2020 insgesamt drei Stipendienplätze für Seminare bei a-Scio bis maximal 1.500,00 € Seminargebühr an. Weitere Informationen und Bedingungen erhalten Sie direkt von unseren Mitarbeiter*innen.

Viele Bildungsträger bieten auf Anfrage auch Ratenzahlung an. In der Regel sollte diese bei seriösen Anbietern bis zu einem gewissen Grad zinsfrei sein. Wir bieten z.B. standardmäßig auf Anfrage die Möglichkeit zur Ratenzahlung für Seminare. Sprechen Sie uns bei Interesse gerne an.

Auch keine direkte Förderung aber dennoch nicht zu unterschätzen die Möglichkeit Bildungsurlaub zu beantragen. Hierbei geht es darum zusätzlich zum „geschuldeten“ Urlaub weitere Tage für Bildungszwecke zu erhalten. Diese Regelung ist jedoch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich und muss daher immer separat geprüft werden. Weitere Informationen finden Sie unter:

www.bildungsurlaub.de

Ebenfalls indirekt ist bei Selbstzahlung einer Fort- oder Weiterbildung das Steuerersparnis beim Jahresausgleich. So lassen sich zum Beispiel mit den Ausgaben für ein Seminar oder ein Lehrgang Steuern sparen. Neben den reinen Seminargebühren erkennt das Finanzamt aber auch Kosten für Unterlagen, Fahrten, Internetnutzung, sowie Kopien an. Das gleiche gilt auch für Kreditzinsen/-gebühren. Wichtig ist es alle Belege und Rechnungen zum Thema aufzubewahren. Sollten Sie Ihre Steuer nicht selbst machen, berät Sie mit Sicherheit auch Ihr Steuerberater zu den Möglichkeiten.

Quelle und weitere Infos: https://www.bmas.de

Durch Qualifizierung die Chancen erhöhen

Im Qualifizierungschancengesetz sind Zuschüsse zur Förderung von Mitarbeitern, die vom Strukturwandel betroffen sind oder eine Weiterbildung an einem Beruf anstreben in dem Fachkräftemangel herrscht, festgelegt.

Um diesen Herrausforderungen besser begegnen zu können, kann der Arbeitgeber diese Fördermittel im Falle einer Qualifizierung der Arbeitnehmer beim zuständigen Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit beantragen. Wichtig: Der Träger, welcher die Qualifizierung ausrichtet muss AZAV-zertifiziert sein. Andernfalls ist eine Förderung nicht möglich.