Kurzarbeit

Zeit nutzen - in Bildung investieren

Deutsche Unternehmen im Griff der "Corona - Kurzarbeit"

In Deutschland haben bereits laut der Bundesagentur für Arbeit mehr als 650.000 Betriebe aufgrund der Coronakrise Kursarbeit anmelden müssen. Im Vergleich zu den Werten vom 27. März bereits eine Steigerung von 40%. Doch was müssen Sie als Unternehmen oder Ihre Mitarbeitenden beachten? Die a-Scio Bildungsgesellschaft hat für Sie die wichtigsten Informationen und Links rund um Kurzarbeit während der Coronakrise zusammengesammelt.

 

Warum ist es wichtig über Kurzarbeit nachzudenken?

Die Regelungen für Kurzarbeitergeld wurden zunächst bis Ende 2020 durch das Gesetz zu Erleichterungen der Kurzarbeit gelockert um schnell und gezielt helfen zu können, wenn Unternehmen durch das Coronavirus COVID-19 Arbeitsausfälle haben. Um Entlassungen zu vermeiden und Arbeitsplätze zu sichern, werden die Unternehmen mit Hilfe des Kurzarbeitergeldes entlastet. Dies kann durch die Lockerung der Regelungen bereits ab 10 Prozent Arbeitsausfall der Beschäftigten beantragt werden.  

Bildung ist Krisensicher!

Es gibt nur wenig Anlagen und Investments, welche man als Unternehmen tätigen kann, die Krisensicher sind. Bildung gehört für uns definitiv dazu. Wir empfehlen Unternehmen trotz aller Umstände die Situation für sich zu nutzen, die Mitarbeiter weiterzubilden und so gestärkt aus der Krise hervor zu gehen. Oben drauf gibt es hier oft noch Unterstützung von der Bundesagentur für Arbeit.

Was müssen Unternehmen jetzt wissen?

Um Kurzarbeit anzumelden, müssen Sie sich als Unternehmen bei Ihrem zuständigen Arbeitgeberservice der örtlichen Agentur für Arbeit registrieren lassen, sofern noch nicht geschehen. Anschließend haben Sie verschiedene Möglichkeiten der Beantragung

Sollten Sie noch nicht beim Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit gemeldet sein, können Sie sich unter 0800 / 4555520 (Stand 28.04.2020) registrieren lassen. Die Agentur für Arbeit weiß jedoch vorsorglich darauf hin, dass aufgrund des derzeitig hohen Aufkommens an Anträgen nur eingeschränkte Erreichbarkeit herrscht.

Als Voraussetzungen für die Anmeldung zur Kurzarbeit gelten grundsätzlich:

  • Kurzarbeit ist für jeden Betrieb möglich, auch für Beschäftigte in Zeitarbeit
  • Sind mindestens 10 Prozent der Beschäftigten von Arbeitsausfall betroffen, kann der Betrieb Kurzarbeit beantragen
  • Beiträge für die Sozialversicherung werden bei Kurzarbeit vollständig erstattet
  • Das Kurzarbeitergeld beträgt 60 Prozent des fehlenden Nettoentgelts (für Eltern 67 Prozent)
  • Beschäftigte müssen keine Minusstunden aufbauen, bevor Kurzarbeitergeld gezahlt werden kann

Darüber hinaus gibt es bereits einige Unternehmen, die gerade bei Geringverdienern aufstockend den Differenzbetrag zwischen Kurzarbeitergeld und tatsächlichem Gehalt den Mitarbeitenden auszahlen.

Was müssen Betroffene wissen

Grundsätzlich haben Sie nicht viel Einflussgewalt, ob Ihr Betrieb Kurzarbeit anmeldet oder nicht. Für viele Betriebe und gerade kleinere Unternehmen ist dies jedoch eines der wichtigsten Tools, um den Fortbestand des Unternehmens zu sichern.

Sie erhalten im Gegenzug 60 Prozent des fehlenden Nettoentgelts (bei nachgewiesener Elterneigenschaft 67 Prozent). Einige Unternehmen zahlen gerade bei Geringverdienern den Differenzbetrag oben drauf.

Zusätzlich gibt es eine Erweiterung der Hinzuverdienstmöglichkeiten während der Kurzarbeit. So wird durch das Sozialschutzpaket vom 27. März 2020 die Hinzuverdienstregelung vorerst bis zum 31. Oktober 2020 gelockert. So werden Verdienste aus während der Kurzarbeit neu aufgenommenen Nebentätigkeiten in systemrelevanten Bereichen nicht auf das Kurzarbeitergeld angerechnet. Dabei darf das Entgelt die Höhe des tatsächlichen Lohns vor Kurzarbeit nicht überschreiten.

Weitere Informationen für Unternehmen und Betroffene finden Sie auch:

Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Agentur für Arbeit

Information für Arbeitnehmer – Agentur für Arbeit

Verordnung über Erleichterungen der Kurzarbeit (KugV)